Fasching 2010

Veröffentlicht am 20.02.2014

Hallo!


Heute ist Fasching! Endlich! Ich war bei meinem Freund Fritzle eingeladen, weil der 2. Geburtstag hatte. Geschenkt haben wir ihm mein Lieblingsbuch, den "Grüffelo". Falls mich mal wieder jemand mit einem Geschenk bedenken will, an dieser Stelle einen Tipp: Das "Grüffelokind" hätte ich gerne.


Ansonsten haben wir schon so viel Spielzeug, dass meine Mama bald gar nicht mehr weiss, wo sie damit hin soll. Auch über zu wenig zum Anziehen für mich können wir uns nicht beklagen.


Zum Fasching hat mir meine Mama ein Fliegenpilzkostüm aus Filz gemacht. Einen kleinen roten Hut haben wir bei Karstadt gekauft. Papa hat immer wieder betont, dass ich als Giftpilz und Mama als Hexe doch eigentlich gar nicht verkleidet sind...



...hat er aber nicht ernst gemeint... oder vielleicht doch, aber mit einem Augenzwinkern.


Gestern Nachmittag musste Papa nicht arbeiten und wir haben alle zusammen bei der Migros gegessen. Dort kann man herrlich im Kinderhüsli spielen und meine Eltern meinen immer, ihre Ruhe zu haben.


Kann man mit mir im Schlepptau aber vergessen: Es waren noch vier grosse Kinder (5 Jahre und aufwärts) da, mit denen ich Fangis gespielt habe und denen ich Cowboyhut, Prinzessinenkrone und so einiges mehr weggenommen habe.


Irgendwann lief eine Achtjährige zu ihrer Mama und rief: "Mammi, de chline Bueb wött mir s Glace wegneeeh!" (Mama, der kleine Junge will mir das Eis wegnehmen). Die Mami musste einschreiten. Meine Mama blieb sitzen, weil sie der Ansicht ist, dass wir das unter uns ausmachen müssen, solange ich keine kleineren Kinder ärgere....


... deshalb ärgere ich ja auch nur die Grossen! Hihi!


Am Dienstag kam ich von der Tagesmami nach Hause und habe immer gerufen: NEM SZOBOT! NEM SZOBOT! Meine Eltern waren ratlos, was das nur heissen könnte und ich wollte es auch nicht übersetzen. Eine Facebook-Anfrage bei einem ungarischen Freund brachte die Auflösung: NEM SZOBOT heisst DAS DARFST DU NICHT! Klar, oder!? Da hätten sie doch auch selbst drauf kommen können.


Meine sprachlichen Fähigkeiten nehmen täglich zu, sowohl Deutsch, Schweizerdeutsch als auch Ungarisch, aber auf Deutsch verwechsele ich zur Zeit noch ich und du. Wenn ich abends nicht schlafen will, wieder mal oben im Flur hinter dem Gitter stehen und meine Eltern hochkommen, frage ich sie: KANNST DU NICHT SCHLAFEN?


Und wenn ich rausgehen möchte, sage ich manchmal DU AU VERUSSE GOA! (Schweizerdeutsch= Du auch raus gehen!).


Mein kleiner Freund Fritzle spricht noch nicht so viel, deshalb habe ich ihm beim letzten Besuch einfach mal was gesteckt: SAG MAL WAS! Aber es hat nicht geholfen. Dafür kann Fritzle besser klettern. Tja, werde ich eben QUATSCHTANTE (kann ich auch schon sagen) und Fritzle wird Bergsteiger.


Die Kater werden übrigens nicht mehr ganz so schlecht von mir behandelt, weil ich gemerkt habe, dass sie schön schnurren, wenn man sie streichelt. Also lege ich den Kopf auf Binis Bauch und höre einfach zu. Bini ist der geduldigste Kater der Welt, sitzt am liebsten auf der Motorhaube von Mamas oder Papas Auto und fährt auch schon mal ein Stückchen mit, wenn er nicht merkt, dass der Motor schon an ist.


Gestern war ich mit Papa im Schwimmbad und habe natürlich mal wieder die Schwimmwindel vollgemacht. Mit Ansage sogar. Papa hat's aber meisterhaft gehandhabt und wir hatten einen tollen Nachmittag zusammen. Könnte nicht öfter ein Papanachmittag mit Schwimmbad oder Bahnhofsbesuch sein?


Am Montag musste der ADAC kommen, weil ich die Innenbeleuchtung in Papas Auto nicht ausgeknipst hatte. Die Batterie war tot und wir sind hinter dem ADAC-Auto in die nächste deutsche Grossstadt gefahren. Dort durfte ich zugucken, wie die Batterie gewechselt wurde und habe dem Kfz-Meister gleich mal einiges erzählt: KÖBIS OPA AUCH WERKSTATT HAT. KÖBI UND OMA LATZHOSE AN HABEN. OPA AUCH HEBEBÜHNE HAT UND MAULSCHLÜSSEL UND AKKUBOHRER UND GAAAANZ VIEL SCHRAUBEN.  


Der Meister und seine vielen Kollegen, die nach kurzer Zeit um mich herum standen, waren begeistert von mir und ich machte mich mit meiner gelben Warnjacke, die aussieht wie die vom ADAC, auch echt gut zwischen ihnen. Der eine sagte zu mir: "Wenn du gross bist, kannst du hier arbeiten kommen!" Ich war bollestolz und habe allen zum Abschied die Hand gegeben. Mama war die ganze Zeit im Büro der Werkstatt und hat alles durch die offene Werkstatttür beobachtet. Eigentlich hätte sie aber auch weg gehen können. In so einer Werkstatt fühle ich mich richtig wohl!


Viele Grüsse,


Euer Köbi

Alltag mit einem Zweijährigen

Veröffentlicht am 20.02.2014

Kaum ruft mal jemand bei meiner Mama an, hat sie es immer gleich ganz ganz wichtig. Dann verschwindet sie im Arbeitszimmer und ich bin quasi abgemeldet. Ein Herr Direktor ruft in letzter Zeit ziemlich oft an. Der ist mega wichtig für Mamas Beruf, aber ich sehe einfach nicht ein, dass sie noch mehr arbeiten will. Also brülle ich los, sobald dieser nette Herr dran ist.


Gestern wurde es Mama zuviel und sie hat sich einfach im Schlafzimmer eingeschlossen, um in Ruhe reden zu können. Als die wieder raus kam, war ich pitschenass: "KÖBI DUSCHE ADRÜLLT!" - Schweizerdeutsch für "Köbi Dusche angedreht!".


Der Akkubohrer, den ich auf dem Dachboden gefunden habe, ist der Hit! Damit werden sämtliche Schrauben an Regalen und Fussleisten bearbeitet. Auch dem elektrischen Maniküreset, was Mama mal vor Jahren bei Tschibo erstanden hat und es aber noch ganz jungfräulich und originalverpackt im Badezimmer lag, kann ich durchaus etwas abgewinnen. "KLEINER AKKU BOHRER!!!" und schon wird die Wand damit bearbeitet. "KÖBI MUSS ARBEITEN!!!! JAJA, KÖBI HEUTE GANZ FLEISSIG!"


Heute Morgen hat Mama ein Hochzeitsfoto von Papa und ihr in die Küche geklebt. Wusste ich doch nicht mehr, dass das die Hochzeit war! Schliesslich schon fast ein Jahr her! Ich habe gerufen: "DA!!! PAPA DRAUF!" und auf das Bild gezeigt. Und dann etwas leiser: "UND AUCH FRAU DRAUF." Mama fragte gleich: "Wer ist denn das?" Köbi: "FRAU!"...


Viele Grüsse,


Euer Jakob

Ganzen Eintrag lesen »

Mein Wochenende

Veröffentlicht am 20.02.2014

Haaaaallo! Oder Hoi zäme - wie ich manchmal sage!


Ich hoffe Ihr hattet genau so ein schönes Wochenende wie ich. Am Samstag war so tolles Wetter, dass ich mit meinen Eltern in einer nahegelegenen Stadt am See war und wir dort gebummelt sind und mit Seesicht Mittag gegessen haben. Natürlich gab's Fisch! Fein war's!


Am Abend waren Claus und Annette zu Besuch und es gab Käsefondue. Ich habe in einem Anflug von Heisshunger in die rohe Knoblauchzehe gebissen, mit der Papa den Fonduetopf einreiben wollte. Hui, scharf war das!


Am Sonntag Morgen war Mama in Sachen Musik unterwegs und Papa und ich sind mitgekommen. Ich bin gleich auf die Bühne geklettert und habe dort ein wenig dirigiert. Fanden alle urkomisch! Am Nachmittag bin ich noch meinen Freund mit dem Bauernhof besuchen gegangen. Er hat die Kühe gefüttert und ich habe zugeguckt. Ich durfte auch die Wachteln sehen und in der automatischen Futtertränke auf und ab fahren. Suuuper!


Heute war ich wieder bei meiner Freundin Marion. Die besuche ich zwei Mal die Woche vormittags, wenn meine Mama arbeitet. Dort gefällt's mir so gut, dass ich gar nicht wieder weg möchte. Marions Mama nenne ich auch schon MAMI. Aber ihr gefällt's.


Viele Grüsse,


Euer Köbi 

Hier stinkt's hier!

Veröffentlicht am 20.02.2014

Heute Morgen beim Frühstück...


Der Köbi klettert die Treppe hoch, es rumpelt leise im 1. Stock, dann länger nichts.


Arne und ich frühstücken.


Arne: "Köbi, was machst du?"


Köbi: "Pupu gemacht! Oh nein!"


Arne: "Da musst Du doch bescheid sagen!!"


Köbi: "Hmmm..."


Später auf dem Wickeltisch...


Mama nimmt den "Reifenwechsel" vor, Papa bringt die Bescherung in den Mülleimer.


Köbi: "Oh nein! Hier stinkt's hier!"


Ganzen Eintrag lesen »

Endlich wieder online...

Veröffentlicht am 20.02.2014

Halloooooooooooh!


Da bin ich endlich wieder. Erst war meine Mama ziemlich schreibfaul, zwischenzeitlich gestresst, dann war der alte Rechner kaputt und zu guter Letzt hat sie versucht, dieser Seite ein neues Layout zu verpassen, was irgendwie nicht so recht gelingen wollte.


Kurze Info am Rande: Wir haben jetzt einen Schweizer Computer ohne "scharfes S" oder "SZ" wie es so schön heisst. Also wundert Euch bitte nicht!


Tja, womit soll ich beginnen? Vielleicht damit, dass Mama beginnt, ihre guten Vorsätze zu verwirklichen. Sie hat sich nämlich in einem Fitnessclub angemeldet. Okay, denkt ihr, das betrifft aber doch den Köbi gar nicht. Weit gefehlt: Dort gibt es nämlich Kinderbetreuung und deshalb geht mich das sehr wohl eine Menge an. Mich und Gabi. Das ist nämlich die Betreuerin im Kinderclub. Wir zwei sind ein tolles Gespann und ich weiss auch schon ganz genau bescheid:


"Mama a chli Velo fahre und Sport mache. Köbi mit Gabi spielle!" Könnte doch schlimmer sein, oder!?


Und wer hat Mama auf die Idee mit dem Fitness gebracht? Der Silvesterabend? Niemals! Noch eine Frau, die kürzlich in mein Leben getreten ist: Die Mütterberaterin. Jetzt fragen sich alle Deutschen sicher: WAS ist denn eine Mütterberaterin. Kurz und knapp: Sowas wie die Supernanny. Nur nicht mehr ganz so jung und ganz so knackig, dafür aber umso strenger.


Letzte Woche waren wir das erste Mal bei der Frau Mütterberaterin. Hui, hat die mir Bescheid gegeben, als ich ihre Jalousien zerlegen wollte! Und überhaupt: Ich muss jetzt immer unter der Treppe sitzen, wenn ich Zuhause etwas Blödes anstelle. Ist wirklich wie im Film!


Also sitze ich dort, werde NICHT bespasst oder beachtet, ausser wenn ich unerlaubt aufstehe und bin echt sauer: KÖBI WEINT!!!! KÖÖÖÖÖBIIIII WEINT!!!! rufe ich dann immer, aber Mama oder Papa kommen erst, wenn die Minute um ist. Dann werde ich gefragt, warum ich unter der Treppe sitze: "Köbi Blume runter worfen. Köbi Bini am Schwanz zogen. Köbi Weinflasche runter schmissen. Köbi Telefon kaputt macht. Köbi Radio runter worfen." Ich habe viele Gründe dort zu sitzen.


Dann sage ich zu Mama: "Köbi wieder lieb sein. Nicht mehr Blume runter werfen. Okay? Schuldigung?" und reiche Mama die Hand. Mama verkneift sich in solchen Fällen meistens ein Lachen, aber ich sehe es trotzdem und darf dann aufstehen. Und schon geht's munter weiter...



Erfreuliches gibt es von der Ungarisch-Front zu berichten: Die Tageseltern haben gerade gestern vermeldet, dass mein Wortschatz wächst. Ich bringe meistens 1-2 Wortsätze hervor, die man aber prima verstehen kann. Gestern habe ich zur Tagesmami gesagt: "Tagesmami Ungarisch redet!" und "Das Ungarisch!" als ich etwas nicht verstanden habe. Früher habe ich immer nur gesagt: "Tagesmami sagt sounso."


Schweizerdeutsch geht schon fast besser als Hochdeutsch. Tja, Oma und Opa, da muss ich bald mal wieder bei Euch Sprachferien machen!


Am Telefon bin ich auch schon gesprächiger geworden: Zum einen nehme ich selbständig das Telefon und drücke auf Wahlwiederholung und falls dann Oma drann ist, schwätze ich munter drauf los: "Haaalllo! Viele Grüsse! Schlingel! Hallo Kööööbi!" Irgendwie habe ich aber noch nicht durchschaut, dass der Angerufene nicht das sieht, was ich gerade vor mir habe und so erzählte ich z.B. gestern Abend meiner westfälischen Grosstante von dem Bauernhofbuch, was ich mir gerade ansah: "Da Maulschlüssel. Ist wie Gabelschlüssel, aber Maulschlüssel. Opa sagt das!"


Die Tante hat's irgendwie nicht so richtig verstanden, sich aber gefreut, dass ich schon beim zweiten Versuch nicht mehr Tante DOSE, sondern Tante DORIS sagen konnte.


Zu meinem zweiten Geburtstag gab's eine riesengrosse Party. Eigentlich gab's sogar zwei Partys, weil mein Grofa und Oma Mechthild erst einen Tag später kommen konnten. Von Freunden, Gotti und Verwandtschaft habe ich viele tolle Bücher, CDs, etwas zum Anziehen und Knete plus Zubehör bekommen. Ich kann Euch sagen: Knete ist der ganz grosse Wurf! Ich kann damit alles kochen was mir schmeckt, mit dem neuen Nudelholz schönen Pizzateig ausrollen. Genial!  


Von meinen Eltern gab's zum Geburtstag eine Tafel, eine selbstgebaute und bemalte Kiste für Stifte, neue Stifte und einen lustigen Pulli mit dem Aufdruck "Ich bin bald 3!". Wie ein Dreijähriger verhalte ich mich auch derzeit mit den Trotzanfällen und ich kann es kaum erwarten, endlich in die Schule zu kommen. "Was lernt man denn da?" Werde ich gelegentlich gefragt: "Rechnen, Lesen, Sreiben! Köbi auch Schule gehen!"


Ja, warum eigentlich nicht? Zahlen sind zwar wieder in Vergessenheit geraden. Nach der Drei kommt im Augenblick meistens die Fünf, aber dafür erkenne ich  einige Buchstaben. Klar, von dem M hatte Mama schon erzählt, aber seit ich die Tafel mit Magnetbuchstaben habe, schleppe ich regelmässig das V an, verkünde "Wie Vreni!" oder das O... "wie Opa!". Und meine Eltern sind ein wenig ratlos, was sie mit einem Zweijährigen machen sollen, der aus 26 verschiedenen Buchstaben B - E - T - T heraussucht und sie in der richtigen Reihenfolge (aber mit verdrehtem E) an die Tafel klebt und verkündet: "Da! BETT steht da!"


Was die Mütterberatung sagen würde, weiss ich schon: "Jakob muss unter der Treppe sitzen!"


Bäh!


Viele Grüsse,
Euer Jakob

Ganzen Eintrag lesen »

Mein Weihnachten

Veröffentlicht am 20.02.2014

Ihr Lieben!


Stellt Euch mal vor: Gestern Abend klopft Opa ganz laut ans Sofa und alle behaupten, das Chrischtchindli wäre gerade vor der Tür gewesen! Ich also raus... und siehe da: Der große Sack, den Oma genäht hatte und den Mama mit Geschenken vollgestopft hatte, stand in weihnachtlicher Beleuchtung hübsch dekoriert vor der Tür.


Papa hat ihn unter den Tannenbaum gelegt und dann durfte ich auspacken. "Abrise" hatte mir Gotti Corinne noch kurz zuvor beigebracht. Toll, ich habe das ganze Geschenkpapier zerrissen, laut geschimpft, dass es nicht so einfach geht und irgendjemand mit viel Mühe dort diverse Schleifen herumgebunden hat. Aber dann... endlich endlich, kam eine DUPLO Eisenbahn zum Vorschein! Ich war sprachlos! Oma und Opa schenkten mir noch diverse dazugehörige Schienen und eine Brücke. Ich war seelig und wollte gar nicht ins Bett... wie immer! Das kennen meine Eltern nun schon von mir. Vorbei ist's mit dem brav einschlummernden Köbili.


Mama hat beim Chrischtchindli eine neue digitale Kamera abgestaubt und Papa einen Unterrichtsgutschein für Trompetenunterricht, einen Schlafanzug, schöne Pullover, Eisenbahnbücher und natürlich Schokolade.


Heute Abend werden wir Omas und Opas Geschenk einweihen: Ein Käse-Fondueset. Ich bin schon ganz gespannt drauf!


Frohe Weihnachten wünscht Euch der Köbi

Ganzen Eintrag lesen »

Migros-Kinderparadies

Veröffentlicht am 20.02.2014

Ja, wenn das Wetter schlechter wird und es draußen matschig und kalt ist, fährt meine Mama mit mir gerne zur Migros, wo es ein Kinderhaus gibt, in dem so kleine Racker wie ich gerne gesehen sind. Eigentlich ist dieses Häuschen nichts besonderes. Ich finde es nett, weil ich dort schön klettern kann und weil es drinnen Fächer gibt wo ÖPPIS DRIN ist. Außerdem kann man DÖT UFFE CHLETTERE. Fantastisch!


Meine Mama findet's dort toll, weil in unmittelbarer Nähe das Migros-Restaurant ist und sie Kaffee trinken kann und mich dabei beaufsichtigt.


Sehr lustig ist, wenn noch andere Kinder dort spielen. Die meisten Eltern sprechen Schweizerdeutsch und ich mache mir einen Spass daraus, alles nachzuschwätzen. Heute war ein Mädchen mit halb schwarzer Haut im Kinderhäuschen. Sie war sicher schon neun Jahre alt. Wow, hat die mir gut gefallen! Ich bin zu ihr hin, habe GRÜEZI gesagt und ihr gleich in den Haaren gezogen. Sie hat sich nicht gewehrt, nur geweint und nach ihrer Mama gerufen.


Meine und ihre Mama kamen dann gleich angelaufen und haben mich ausgeschimpft. Ich fand's aber trotzdem lustig und habe gleich noch einen draufgesetzt: "DA HÄNDE WASCHEN. UND DA ABWASCHEN!", habe ich gerufen und auf ihre Hände und ihr Gesicht gezeigt. Meine Mama ist ganz blaß geworden, aber das schöne schwarze Meitli und ihre Mama haben's mit Humor genommen. Offenbar ist sie frisch gewaschen gewesen, aber die schwarze Farbe war fest. Sachen gibt's!


Heute Nachmittag war ich bei meiner ungarischen Tagesmami. Als meine Mama mich am Abend abholen kam, wollte meine Tagesmami meine Ungarisch-Kenntnisse vorführen und hat auf Ungarisch gefragt, wo Beine, Hände, Bauch, Nase, Ohren usw. sind. Wußte ich natürlich alles. Mama hat mich währenddessen schon mal angezogen. Und als mich die Tagesmami dann auf Ungarisch fragte, wo meine Haare seien (Mama hat natürlich NICHTS verstanden), habe ich nur gesagt: "DA DRUNTER" und auf meine dicke Mütze gezeigt.


Heute Abend wollte ich dann nicht ins Bett und bin ein paar Mal wieder aufgestanden. Meine Mama hatte dann irgendwann ihre übliche KRISE und hat das Treppengitter im 1. Stock zu gemacht und gesagt: "KÖBI, DU KANNST NOCH 100 MAL AUFSTEHEN. MAMA IST DA, KOMMT ABER NICHT MEHR HOCH. GEH BITTE INS BETT!"


Ich bin dann oben ein wenig zwischen meinen und dem Schlafzimmer meiner Eltern hin und hergelaufen und habe irgendwann ziemlich angefangen zu motzen, weil das Bett meiner Eltern zu hoch ist und ich da alleine nicht rein komme. Mit Schlafsack geht das schon gar nicht.


Als es dann irgendwann ruhig war, ist meine Mama hoch gegangen und hat nach mir gesehen. Und siehe da: Ich hatte mir aus dem Badezimmer meine Fussbank geholt, sie ins elterliche Schlafzimmer gebracht und war darüber ins Bett gestiegen.


So, das war's mal wieder von mir.


Viele Grüße,


Euer Jakob

Ganzen Eintrag lesen »

Weihnachtslieder...

Veröffentlicht am 20.02.2014

ICH SINGE!!! Zwar kenne ich noch nicht so viele Lieder wie Mama und Papa, aber ich ergänze fein bei "Oh Tannenbaum", "Kling Glöckchen" und "Macht hoch die Tür". Auch das altdeutsche "Vom Himmel hoch Ihr Englein kommt" ist mir nicht mehr fremd. Schöne Musik!


Vorhin haben wir Mama in die Stadt gebracht. Sie war mit dem grossen Orchester in Claus' Kirche. Bei Claus' toller Orgel. Die mit den vielen Registern. Auf Nachfrage nenne ich einige davon. Koppelflöte, Nachhorn, Trompete, Klarinette, Posaune, Prestant, Prinzipal usw. Kennt doch jeder Junge der bald zwei Jahre alt wird. Klar!


Auch die Klosterkirche nenne ich beim Namen, durfte aber noch nicht rein und die Orgel angucken. Ja, gönnt man mir denn gar keine Hobbys? Dabei bin ich doch meistens so ein braver Junge, gebe ungefragt jedem die Hand, sage "Tschuldigung" und "Dankche vielmol", zähle bis sieben, sage unsere Adresse auf und weiss, in welchem Monat ich Geburtstag habe, in welcher Stadt meine Grosseltern wohnen, zu welcher Bäckerei meine Oma jeden Tag geht und welche Cousine mit welcher Tante und welchem Onkel wie verwandt ist.


Kurz: Ich bin schon fast erwachsen.


Als Mama dann heute auf die Bühne stieg, lief ich zum Dirigentenpult. Da war aber leider schon besetzt. Vom Maestro höchstpersönlich. Er drehte sich zu mir und fragte: "Na, bist Du mein Nachfolger?"


"Klar," dachte ich "den passenden Nachnamen dazu habe ich jedenfalls schon." Sagte dann aber: "Da oben Claus' Orgel schläft!", was allgemeines Gelächter hervor rief.


Und sonst...


...wenn ich nicht Organist oder Dirigent werden sollte, werde ich Astronaut. Täglich sage ich "Köbi Mond fliegen!" und wenn ich gefragt werde: "und was willst Du da? Und wer soll mitkommen?" lautet die Antwort: "Mama mit! Da oben verstecken!"


Bin schon ein eigenartiger kleiner Kerl, oder!?

Ganzen Eintrag lesen »

Lesen lernen mit Fastfood...

Veröffentlicht am 20.02.2014

Da sitzen Köbi und Papa Arne heute Morgen auf dem Sofa und malen ein wenig mit Wachsmalkreide Bilder an. Papa schreibt K Ö B I und dann P A P A, als er schließlich MAMA schreiben will und gerade das M fertig hat, ruft Köbi "Da! Wie McDonalds!!!"


Ansonsten sind die letzten Nächte mit etwas weniger Schlaf gesegnet gewesen, dafür hat Köbi, der auf Papa Arnes Seite des Bettes schlafen durfte, aber immer viel im Schlaf erzählt: "11, 18, 25... Vögel sind weg-flogen. Mann ohne Arme singt LALALA."


Ja, was hat es denn mit dem "Mann ohne Arme" auf sich? Köbi hat vor zwei Tagen zufällig Thomas Quasthoff auf dem NDR roten Sofa gesehen und gespannt gelauscht, wie dieser den Parsifal singt. Dass ihn das so sehr beeindruckt, dass der Mann keine Arme hat und dass er es mit seinen noch nicht mal zwei Jahren überhaupt bemerkt, ist uns gar nicht in den Sinn gekommen.


Folglich: Parsifal gibt es nur noch auf CD zu hören. Punkt!


Morgen kommen Oma und Opa Hamburg. Wir freuen uns schon. Der Tannenbaum (einer im Topf) steht noch ungeschmückt im Garten und der schöne Schnee ist leider gerade dabei, wegzutauen.


Viele Grüße,


Kristin

Ganzen Eintrag lesen »

April, April!

Veröffentlicht am 20.02.2014

Alles kein Aprilscherz - den haben wir dieses Jahr irgendwie verpasst!


Der Köbi war 10 Tage im Urlaub bei der Oma und hat sich prächtig entwickelt. Vor allem das norddeutsche Sprachverständnis ist enorm gewachsen. Worte wie Werkstatt (mit original Hamburger ST - stolpert über spitzen Stein), aber auch der in der Schweiz recht unbekannte Trecker (= Traktor), kommen nun immer wieder über seine Lippen.


Er hat von Oma und Opa einen miniatur Deutz-Traktor bekommen, dazu zwei Bauernfiguren, die auf den Namen von Freunden aus dem Nachbarsdorf getauft sind, bei denen Köbi gelegentlich mal nach den Chälbli (Kälbchen) sieht und auf dem Traktor mitfahren darf.


Sechs-Wort-Sätze kommen nun recht häufig vor, ausserdem stündlich 10-15 Mal die Frage "Was ist das??". Am Morgen bei der heissen Schoggi: "Mama, bitte putz meinen Schnurrbart ab!" (gemeint ist der Milch-Schoggi-Bart). Gestern Nachmittag beim Auto putzen: "Schau mal, Mama! Ich trete die Kupplung! Jetzt Gang einlegen, Motor anschliessen... blink, blink.... brrrrrrrrrrrr...."


Ihr seht: Ich komme wieder zu wesentlichen Dingen des Lebens! Auto putzen! Das Kind ist dabei sehr glücklich! Nur muss man sich darauf gefasst machen, dass beim Starten des Autos ein Gang eingelegt ist, sämlichte Nebel- und Fernlichter eingeschaltet sind, der Scheibenwischer vorn und hinten auf höchster Stufe los saust und natürlich das Gebläse angestellt ist!


Auch unser Töpfchen, was wir überflüssigerweise zum ersten Geburtstag geschenkt hatten, ist nun im Dauerbetrieb! "Uiiii! Ich muss Pupu machen. Schneeeeelll, Mama!"


Ich kann mich an meine Kindheit erinnern: Erst Dauersitzung, dann MAMAAAAAAAH, ABWISCHEN!


Nicht so der Köbi: "Papa, nicht abwichen! Köbi macht das!", läuft mich Klopapier in der Hand durchs Bad, kniet sich auf den Boden, streckt und seinen Po entgegen. Dann wird geputzt und mal schnell nachgesehen, ob es Erfolg hatte... Ja! Köbi blickt uns an und kommentiert: "Oh! Schmirade!"



Eine neue Tagesmutter scheint gefunden, nachdem Jakob vor den Ferien einfach nicht mehr zu der ungarischen Familie wollte. Wir sind noch in der Testphase, aber ich glaube dass Bauernhof, viele Kinder, Spielgruppe, Meersäuli im Garten und grosse Tagesbrüder gut ankommen. Mir gefällt vor allem die dörfliche Lage, das Nichtvorhandensein von grossen Strassen in der Nähe, kein WLAN oder Funktelefone im Haus und eine bodenständige, schweizerische Mama, die das Chaos um sie herum recht locker zu meistern scheint. Zudem kostet es dort nur die Hälfte wie bei der ungarischen Familie und liegt für mich besser auf dem Arbeitsweg. Gebucht. Punkt!


Neulich hatten wir seit langem mal wieder eine recht schlaflose Nacht, als Köbi die Artikel für sich entdeckt hat. Fast zwei Stunden erzählte er "DER Traktor schläft, DAS Huhn schläft auch, all die Tiere schlafen, die Kaffeemaschine schläft, die Dusche schläft, der alte Volvo schläft...." Süss!


Ich und Du werden seltener verwechselt. Köbi zu Mama: "Ich hol mal bitte Kekse!" Mama: ? Köbi wieder: "Ich hol mal bitte Kekse!" und guckt mich herausfordernd an. Irgendwann fiel der Groschen. ICH... in diesem Fall ich=Mama hole mal bitte die Kekse. Wer könnte eine mit BITTE formulierten Bitte wiederstehen?


Telefonieren mit dem Köbi geht auch schon, aber mehr als "Hallo! Wie geht es dir? Viele Grüsse! Ich hab dich lieb!" - bei Papa manchmal aus Witz "Ich hab dich nicht lieb!" - wartet auf Reaktion - ist noch nicht drin.


Neuerdings wird sowieso alles mit NICHT umgeformt:


Im Supermarkt. Die Mami touchiert aus Versehen leicht einen anderen Einkaufswagen und sagt freundlich auf Schweizerdeutsch: "OH, ÄXGÜSI!" Der Köbi daraufhin laut: "Äxgüsi nicht!"


Genauso ging es Oma, als sie von einer Schweizerin freundlich mit "Grüezi mitnand" begrüsst wurde. Die bemühte ein norddeutsches "Grüzi" und Köbi setzte gleich ein "Grüezi nicht!" nach.



Also dann: Einen schönen Tagen nicht! Wünscht Euch die


Köbimama

Ganzen Eintrag lesen »